Standard-Übungsraumkarte (keine spezifische Karte hinterlegt)
2.500 Soldaten
120 Radfahrzeuge
150 Kettenfahrzeuge
  • BRD
Übungsleitung
Panzergrenadierbrigade 37
Zeitraum
15.05.2021 bis 28.05.2021
Region
Niedersachsen
Kühner Wettiner 2021

Einheiten

Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“

  • Brigadehauptquartier
  • Panzergrenadierbataillon 371 (Marienberg)
  • Panzergrenadierbataillon 391 (Bad Salzungen)
  • Panzerbataillon 393 (Bad Frankenhausen)
  • Panzerbataillon 363 (Hardheim) – erster scharfer Schuss des neu aufgestellten Bataillons
  • Panzerpionierbataillon 701 (Gera)
  • Aufklärungsbataillon 13 (Gotha)
  • Versorgungsbataillon 131 (Bad Frankenhausen)

Weitere beteiligte Verbände

  • Panzerpionierbataillon 130 (Minden)
  • 5./schweres Pionierbataillon 901 (M3-Amphibien)
  • Sanitätskräfte
  • Logistik- und Fernmeldelemente der Brigade

Zahlen und Fakten

Personal

  • rund 2.500 Soldaten
  • Brigadeübung der Panzergrenadierbrigade 37
  • Vorbereitung auf die NATO Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) 2023

Material

  • ca. 150 Kettenfahrzeuge
  • ca. 500 Radfahrzeuge
  • Leopard 2A6
  • Marder-Schützenpanzer
  • TPz Fuchs
  • GTK Boxer
  • M3-Amphibienfahrzeuge

Infrastruktur

Truppenübungsplätze

  • Bergen-Hohne
  • Standortübungsplatz Röcke
  • Wasserübungsplatz Holzminden

Gewässerübergang

  • Weser bei Windheim-Jössen

Ausbildungsinhalte

  • Brigadegefecht der verbundenen Waffen
  • Angriff und Verteidigung
  • Gefechtsstandbetrieb
  • Marschorganisation
  • Logistische Versorgung
  • Gewässerübergang
  • Freilaufender Landmarsch
  • Führungsverfahren auf Brigadeebene

Besonderheiten

  • Zentrale Brigadeübung der Panzergrenadierbrigade 37 auf dem Weg zur Übernahme der NATO VJTF 2023.
  • Das neu aufgestellte Panzerbataillon 363 absolvierte während der Übung seinen ersten scharfen Schuss und trat erstmals als Gefechtsverband in Erscheinung.
  • Höhepunkt der Übung war der Gewässerübergang über die Weser bei Windheim-Jössen am 26. Mai 2021.
  • Das Panzerpionierbataillon 130 errichtete mit M3-Schwimmschnellbrücken innerhalb weniger Minuten eine belastbare Kriegsbrücke über die Weser.
  • Die M3-Systeme wurden durch die 5. Kompanie des schweren Pionierbataillons 901 betrieben, die ebenfalls Bestandteil der künftigen VJTF war.
  • Rund 550 Soldaten und etwa 120 Radfahrzeuge überquerten die Weser in vier Marschpaketen.
  • Die ursprünglich vorgesehenen fünf Kettenfahrzeuge nahmen aufgrund naturschutzrechtlicher Bedenken (NABU) nicht am Gewässerübergang teil.
  • Anschließend verlegte das Panzerpionierbataillon 701 in einem freilaufenden Landmarsch über rund 220 km über Bückeburg und Holzminden zurück in Richtung Heimatstandort Gera.
  • Generalinspekteur General Eberhard Zorn besuchte die Übung und informierte sich vor Ort über die Fähigkeiten der deutschen Pioniertruppe beim militärischen Gewässerübergang.
  • Auch Delegationen der niederländischen und britischen Streitkräfte beobachteten den Brückenschlag als Teil der VJTF-Vorbereitungen.
  • Die Übung diente insbesondere dem Zusammenwirken von Kampf-, Kampfunterstützungs- und Führungsunterstützungstruppen im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung.

Chronologie

15. Mai 2021

  • Beginn der Brigadeübung auf dem Truppenübungsplatz Bergen.

17. Mai 2021

  • Erstes scharfes Schießen des neu aufgestellten Panzerbataillons 363.

26. Mai 2021

  • M3-Brückenbau über die Weser bei Windheim-Jössen.
  • Übergang der Marschkolonnen.
  • Besuch des Generalinspekteurs.

27.–28. Mai 2021

  • Freilaufender Landmarsch über Bückeburg und Holzminden zurück in die Heimatstandorte.

Historische Einordnung

"Kühner Wettiner 2021" markierte einen wesentlichen Meilenstein auf dem Weg der Panzergrenadierbrigade 37 zur Übernahme der NATO Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) 2023. Erstmals trat das neu aufgestellte Panzerbataillon 363 als Gefechtsverband in Erscheinung. Der spektakuläre Gewässerübergang über die Weser demonstrierte die Fähigkeit der Bundeswehr, auch unter Gefechtsbedingungen größere Flüsse innerhalb kürzester Zeit mit Schwimmschnellbrücken zu überwinden – eine Kernfähigkeit der Landes- und Bündnisverteidigung.